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  • Dirk Barkowski

„Bad Münder, eine Stadt macht Mittagspause“

Aktualisiert: 1. Sept. 2021

das war am 19.04.2011 eine Schlagzeile im Hamburger Abendblatt.


„Der Ort steht still, Geschäfte öffnen und schließen bald darauf wieder“ schrieb das Blatt. „Dass die Bürgermeisterin (Silvia Nieber) die Chance, nach Stade zu gehen, wahrnehmen will - viele Bürger haben Verständnis dafür, denn in Bad Münder sei kein Staat zu machen. Ein Blick in die Altstadt verdeutlicht dies schnell“, so damals das Abendblatt.


Was würde das Abendblatt heute schreiben, wenn es uns besuchen würde?

Das Bundesinnenministerium hat ein neues Programm zur Förderung von Innenstädten und Zentren aufgelegt und stellt dafür 250 Mio. Euro bereit. Mit dem neuen Förderprogramm hätten wir eine Chance auf einen Maximalbetrag in Höhe von 5.000.000,- € bei einer Eigenleistung von nur 10% bekommen. Ich hatte den Bürgermeister vor einigen Wochen darum gebeten hier aktiv zu werden und Pro Bürger hatte dazu anschließend einen offiziellen Antrag gestellt.


Nun wurde seitens des Bürgermeisters offiziell mitgeteilt, dass ein Antrag für dieses Programm „nicht durchführbar ist, man beschränke sich auf das Landesprogramm“, so der NDZ zu entnehmen.


Was haben wir in Bad Münder in den letzten 10 Jahren getan, wenn wir keine Ideen/Konzepte für unsere Innenstadt in der Schublade haben, um diese Chance zu nutzen? Stattdessen beschränken wir uns auf ein Programm mit einer maximalen Fördersumme in Höhe von 320.000,- €. Sicherlich auch ein erster Schritt, aber mehr die Pflicht. Eine Teilnahme an dem weiteren Programm dann die „Kür“, die aber für Bad Münder dringend notwendig wäre und damit dann wieder eher die „Pflicht“ ist.


Wo ist hier unser Stadtrat mit Ideen und Impulsen? Irgendwie hat man das Gefühl einer Endzeitstimmung gemischt mit Wahlkampf, der bei den Verantwortlichen keinen Raum für dringend notwendige Aktivitäten lässt. Für dieses Programm ist es nach der Wahl leider (wieder) zu spät.

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