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Meine Meinung!

  • Autorenbild: Dirk Barkowski
    Dirk Barkowski
  • vor 10 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Drei Temposchwellen – und gleich der nächste Skandal?


Jetzt haben wir drei Temposchwellen installiert und der nächste große Skandal in Bad Münder ist offenbar nicht mehr weit.


Egal, was man macht – am Ende ist es für manche immer zu lang, zu breit, zu hoch, zu tief, zu billig, zu teuer, sowieso Geldverschwendung, das weiß man doch vorher – oder einfach grundsätzlich falsch.


Vielleicht hätten wir vorher noch eine Bürgerbeteiligung organisieren müssen – mit Anwohnerbefragung, Arbeitskreis und dreitägigem Workshop. Am besten noch eine Projektgruppe zur Vorbereitung der Projektgruppe.


Zur Erinnerung:


Die Maßnahme geht auf einen politischen Antrag einer Fraktion aus dem Juni 2025 und den anschließenden einstimmigen Beschluss des Ortsrats zurück. Die Stadtverwaltung hatte in ihrer Beschlussvorlage deutlich gemacht, dass sie die Maßnahme in dieser Form – unabhängig von der konkreten Ausführung – nicht für wirklich notwendig hält. Trotzdem sollte die Maßnahme umgesetzt werden.


Die Stadtverwaltung erarbeitete daraufhin einen Umsetzungsvorschlag. Dieser wurde politisch einstimmig beschlossen und nun entsprechend umgesetzt. So funktioniert kommunale Demokratie: Die Politik entscheidet – die Verwaltung setzt den Beschluss um.


Dass einige Autofahrer die Schwellen nun offenbar über den Gehweg umfahren, ist allerdings weder im Sinne der Verkehrssicherheit noch der Rücksichtnahme auf Fußgänger. Wer daraus das nächste „offensichtliche Verwaltungsversagen“ ableiten möchte, darf das selbstverständlich tun. Ironie Ende!


Natürlich darf und soll über solche Maßnahmen berichtet und kritisch diskutiert werden. Aber aus drei Bodenschwellen gleich ein riesiges Stadt- und Titelthema zu machen, wirkt dann doch etwas überzogen. Schließlich handelt es sich um einen zeitlich begrenzten Praxistest mit drei Schwellen – nicht um die große Verkehrswende von Bad Münder.


Vielleicht möchte noch jemand daraus ein Wahlkampfthema machen. Noch ist Zeit dafür:


„Wir setzen uns für den Rückbau ein!“ 😉


Fakt ist:


Die Stadtverwaltung setzt den einstimmigen politischen Beschluss um. Gleichzeitig wird die Maßnahme zunächst ein Jahr lang getestet. Dabei wird geprüft, ob die Temposchwellen tatsächlich für geringere Geschwindigkeiten sorgen und ob sie für Radfahrer, Kinder, Menschen mit Rollatoren und Rollstühle gut und sicher passierbar sind. Auch die Auswirkungen auf Straßenreinigung, Winterdienst und Lärm werden betrachtet.


Danach wird bewertet, ob die Lösung dauerhaft sinnvoll ist, angepasst oder wieder entfernt wird. Nicht Facebook-Aufregung, persönliche Angriffe oder besonders laute Kommentare sollten dabei entscheidend sein, sondern die praktischen Erfahrungen und die tatsächliche Wirkung vor Ort.


Viele Grüße


Dirk Barkowski

Bürgermeister





 
 
 

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