Messbare Ziele!
- Dirk Barkowski

- 20. Juli
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 22. Juli

„Was hat meine Arbeit als Interimsmanager mit meiner Aufgabe als Bürgermeister von Bad Münder zu tun? Sehr viel.“
Vor meinem Amtsantritt im November 20121 habe ich rund zwanzig Jahre als Interimsmanager gearbeitet. Projekte habe ich nur übernommen, wenn der Auftrag klar war: Was soll erreicht werden? Was ist unser gemeinsames Ziel? Welche Schritte führen dorthin? Und woran messen wir am Ende den Erfolg?
Diese ergebnisorientierte Arbeitsweise prägt heute auch meine Tätigkeit als Bürgermeister von Bad Münder.
Eine Stadt lässt sich nicht allein mit guten Absichten oder einzelnen Entscheidungen weiterentwickeln. Sie braucht eine klare Richtung, realistische Prioritäten und Ziele, deren Umsetzung überprüfbar ist. Deshalb haben wir gleich zu Beginn meiner Amtszeit mit der Erarbeitung unseres Integrierten Stadtentwicklungskonzepts, kurz ISEK, begonnen. Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, Politik, Stadtverwaltung und weiteren Beteiligten haben wir einen strategischen Rahmen für Bad Münder und seine Ortsteile entwickelt. Anfang 2023 wurde das Konzept abgeschlossen und vom Rat beschlossen.
Für mich war dabei entscheidend: Das ISEK darf kein Papier für die Schublade sein. Es muss konkrete Ziele definieren, Projekte priorisieren und transparent machen, ob wir vorankommen. In der Sprache des Managements heißt das: Ziele müssen spezifisch, messbar, akzeptiert, realistisch und terminiert sein.
Die jetzt vorliegende Zwischenevaluierung bestätigt diesen Ansatz. Sie wurde extern durch SWECO durchgeführt und am 25. Juni 2026 öffentlich im Rat vorgestellt.
Das Ergebnis: 19 von 33 Schlüsselprojekten – 58 Prozent – sind nach drei Jahren bereits abgeschlossen oder befinden sich in der Umsetzung.
Das zeigt sich konkret bei der Weiterentwicklung der Innenstadt, beim barrierefreien Ausbau von Bushaltestellen, bei der Ladeinfrastruktur, bei Bildung und Betreuung, in der Quartiersentwicklung sowie bei Zukunftsthemen wie Mobilität, Klimaschutz, Gewerbe und Tourismus.
Natürlich lassen sich nicht alle größeren Vorhaben innerhalb weniger Jahre abschließen. Stadtentwicklung braucht solide Planung, politische Entscheidungen, Beteiligung, Finanzierung und oft auch Fördermittel. Deshalb müssen Projekte sinnvoll priorisiert und bei veränderten Rahmenbedingungen angepasst werden.
Entscheidend ist: Wir behalten das Ziel im Blick, machen Fortschritte transparent und steuern nach, wenn es erforderlich ist.
Mein ausdrücklicher Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unserer Stadtverwaltung. Sie haben diesen Weg von Beginn an engagiert mitgestaltet und sorgen jeden Tag dafür, dass aus strategischen Zielen konkrete Vorhaben und sichtbare Verbesserungen werden.
Mein Anspruch für Bad Münder bleibt klar: nicht nur verwalten, sondern die Stadt mit einem verlässlichen Plan, klaren Zielen und messbaren Ergebnissen weiterentwickeln.
Dirk Barkowski
Bürgermeister



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