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Verwaltungsstandort

  • Autorenbild: Dirk Barkowski
    Dirk Barkowski
  • vor 4 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 3 Tagen


Liebe Bürgerinnen und Bürger,

 

ich habe gemeinsam mit der Stadtverwaltung in den letzten vier Jahren intensiv an einer tragfähigen Lösung eines Verwaltungsstandorts für die Stadt Bad Münder gearbeitet – insbesondere mit Blick auf die Zukunft unserer Verwaltung und auf die Arbeitsfähigkeit unserer Mitarbeitenden.

 

Nicht, weil für mich das Projekt besonders „reizvoll“ wäre, sondern weil dringender Handlungsbedarf besteht und ich die Voraussetzungen für eine funktionierende Verwaltung schaffen wollte. Auf dieser Grundlage habe ich Verantwortung im Rahmen meines Amtszeitraums übernommen.

 

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen habe ich mich jedoch entschieden, die weitere Verantwortung für die endgültige Entscheidung auf meinen Amtsnachfolger und den kommenden Rat zu übertragen. Dies ist keine Kapitulation und kein Eingeständnis von Fehlern, sondern eine sachliche, deeskalierende und verantwortungsvolle Maßnahme. Bis zum 31.10.2026 trage ich mit meiner Stadtverwaltung die Verantwortung und habe den Eindruck, dass ich als einziger mit dieser Option die Möglichkeit habe, „Ruhe rein zu bekommen“. Dies ist mir jetzt wichtiger, als weiteren wirtschaftlichen Schaden von der Stadt abzuwenden.


Die Gründe:


Es gilt für mich weiteren Schaden von der Stadtverwaltung und der Stadt Bad Münder insgesamt abzuwenden. Die aktuelle Situation ordne ich so ein, dass hier der Schaden ansonsten für alle Beteiligten nur noch größer werden kann. Hierbei meine ich nicht den finanziellen Schaden, sondern den gegenseiteigen Umgang miteinander, der Belastung meiner Mitarbeitenden, die politischen Spannungen und auch die Außenwirkung unserer Stadt über die Stadtgrenzen hinaus.


Aktuell werden keinerlei (demokratische) Entscheidungen, Fakten und Sachargumente akzeptiert, auch nicht von Teilen der Politik.


Trotz der großen Erfolge in unserer Stadtentwicklung in den letzten 4,5 Jahren, fokussiert sich aktuell alles nur noch auf dieses eine Thema und prägt unser Stadtimage im negativen Sinne.


Auf Grund erneuter Aktionen, Aufrufe und Anzeigen der Kritiker wird die weitere sach- und fachgerechte Bearbeitung in der von uns als Stadtverwaltung gewohnten Zeit und Qualität unmöglich. Die hohe Belastung dadurch für meine Mitarbeitenden kann ich als Bürgermeister nicht mehr verantworten


Als Bürgermeister sehe ich mich jetzt zwingend in der Verantwortung meine Stadtverwaltung deutlich zu entlasten und aus dem öffentlichen Fokus zu nehmen. Meine Stadtverwaltung kann und wird sich damit ab sofort auf die bevorstehenden Wahlen konzentrieren.


Aufwand, Ressourcen, Kosten und Nutzen stehen in keinerlei Verhältnis mehr. Wir haben in den letzten Jahren enorme Ressourcen und finanzielle Mittel eingesetzt um trag- und belastbare Ergebnisse vorzulegen. Ich selbst kann und will keine weiteren Kosten verantworten für Ergebnisse, die schlussendlich nicht akzeptiert werden.


Von allen bislang bekannten möglichen Amtsnachfolgern nehme ich wahr, dass sie selbst bereits Meinungen haben und die Verantwortung für eine endgültige Entscheidung damit auch selbst übernehmen möchten.


Teile der Ratsmitglieder wünschen sich eine Übertragung der Verantwortung auf den kommenden Rat.


Ich werde daher die Beschlussvorlage für den Verwaltungsausschuss am 25.06.2026 zurückziehen und in der Tagesordnung der kommenden Ratssitzung nicht mit aufnehmen. Damit hat mein Amtsnachfolger die Gelegenheit, sich nach Amtsantritt im November auf Basis des aktuellen Stands umgehend mit dem Vorgang zu befassen und dem Verwaltungsausschuss und Rat im Dezember eine eigene Beschlussempfehlung zu geben.


Ich wünsche meinem Amtsnachfolger ein glückliches Händchen und viel Erfolg bei der Aufarbeitung und Entscheidungsfindung im Sinne aller Bürgerinnen und Bürger.


Viele Grüße


Dirk Barkowski

 
 
 

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